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C. M. Weber: Der Freischütz - "Einst träumte meiner sel'gen Base...Trübe Augen"

  • Writer: Emily Hamilton
    Emily Hamilton
  • Jun 12, 2022
  • 1 min read

Carl Maria von Weber (1786-1826)

Der Freischütz (1821), Acto 3: "Einst träumte meiner sel'gen Base...Trübe Augen"


Emily Hamilton, soprano

Nicholas Shaneyfelt, piano



Grabado el 13 de junio de 2022 en Radovljica, Eslovenia urante el Festival Internacional de Música del Adriático (FIMA)

Recitado

Einst träumte meiner sel'gen Base,

Die Kammertür eröffne sich,

Und kreideweiß ward ihre Nase,

Denn näher, furchtbar näher schlich

Ein Ungeheuer

Mit Augen wie Feuer,

Mit klirrender Kette...

Es nahte dem Bette,

In welchem sie schlief,

Ich meine die Base

Mit kreidiger Nase,

Und stöhnte, ach! so hohl!

Und ächzte, ach! so tief!

Sie kreuzte sich, rief

Nach manchem Angst- und Stoßgebet:

Susanne, Margaret! Susanne! Margaret!

Und sie kamen mit Licht,

Und, denke nur, und Erschrick mir nur nicht!

Und, graust mir doch! Und,

Der Geist war: Nero, der Kettenhund!


Aire

Trübe Augen, Liebchen, taugen

Einem holden Bräutchen nicht.

Daß durch Blicke Sie erquicke

Und beglücke

Und bestricke,

Alles um sich her entzücke,

Das ist ihre schönste, schönste Pflicht.

Laß in öden Mauern

Büßerinnen trauern,

Dir winkt ros'ger Hoffnung Licht!

Schon entzündet sind die Kerzen

Zum Verein getreuer Herzen!

Holde Freundin, zage nicht!

- Friedrich Kind (1768-1843)

 
 
 

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